Leipzig, 18. März 2009 - Das 3D-Druck-Verfahren, auch Rapid Prototyping genannt, macht aus einem Computermodell in kürzester Zeit reale Objekte. Solche Modelle bieten der Industrie entscheidende Wettbewerbsvorteile: Sie beschleunigen die Produktentwicklung und decken Konstruktionsfehler frühzeitig auf. Auch Kundenpräsentationen sowie das Briefing von Partnern werden erheblich konkreter. Doch die Anschaffung eines 3D-Druckers ist eine enorme Investition. Und mit einem Drucker allein ist es nicht getan: Für verschiedene Zwecke bedarf es verschiedener Druckverfahren und Materialien. In den wenigsten Unternehmen ist dafür ein Budget vorhanden. Trotzdem muss heute keiner mehr auf die vielfältigen Vorteile des 3D-Drucks verzichten: rapidobject.com aus Leipzig macht die moderne 3D-Drucktechnik jetzt für alle Unternehmen zugänglich.
Beispiel Andreas Lupold Hydrotechnik GmbH: Der führende Anbieter für Hydraulikkomponenten nutzt den Rapid-Prototyping-Service, um die Funktionalitäten seiner Prototypen zu überprüfen. Das Traditionsunternehmen aus Vöhringen ließ z. B. das Modell eines neuen Kunststoffgehäuses für den Akkuschacht einer elektrohydraulischen Hubeinheit fertigen. rapidobject.com setzte dazu das Lasersinter-Verfahren (SLS) ein. Das Ergebnis: ein maßgenaues Kunststoffmodell von höchster Stabilität.
„Mit dem 3D-Druck-Service können wir noch vor Serienstart überprüfen, ob unsere Neuentwicklungen passgenau sind oder nicht“, sagt Mathias Klein, Leiter des technischen Vertriebs bei der Lupold Hydrotechnik GmbH. „Dadurch sparen wir Zeit und Geld und steigern unsere Wettbewerbsfähigkeit erheblich.“ Die Druckstücke können zusammengeschraubt, geklebt und lackiert werden und sind mit 80 Prozent der Serienfestigkeit äußerst stabil. „Die hohe Qualität der Modelle erlaubt uns, diese wie echte Bauteile zu behandeln und mit weiteren Elementen zusammenzufügen. Wir erkennen selbst kleinste Abweichungen, die am Bildschirm nicht sichtbar sind“, erläutert Klein die Vorzüge. „Neben der Qualität hat uns die schnelle Lieferzeit beeindruckt. Innerhalb von nur fünf Tagen hatten wir das Modell auf dem Tisch. Und der Preis stimmte auch.“
Das Angebot von umfasst drei der wichtigsten 3D-Drucktechnologien: das Pulverdruckverfahren sowie zwei Kunststoffdrucktechnologien. Ergänzt wird der Service durch eine genaue Prüfung der digitalen Daten, eine Material-Beratung und auf Wunsch die vollständige Erstellung des Datensatzes. Wer den Service nutzen will, kann seine 3D-Daten ganz einfach über einen Online-Shop (www.rapidobject.com) in Auftrag geben. Der Kunde hält das fertige Modell dann nach wenigen Tagen in der Hand.
„Die schnelle, präzise und kostengünstige Herstellung von Prototypen-Modellen ist zu einem wesentlichen Wettbewerbsfaktor für die Industrie geworden“, betont die Geschäftsführung. „Wer rechtzeitig mithilfe von 3D-Modellen Fehler aufdeckt oder Ideen plastisch präsentiert, beschleunigt die ,time-to-market' und senkt das unternehmerische Risiko ungemein. Unser 3D-Druck-Service macht diesen Nutzen jetzt für alle Unternehmen zugänglich.“
Neben dem Kunststoffdruck bietet Rapidobject auch das Pulverdruckverfahren an. Diese Modelle werden vor allem für Präsentationen und zur Ansicht eingesetzt. Die Hochtief AG nutzt zwei mit Pulverdruck gefertigte Modelle beim Bau der Elbphilharmonie in Hamburg. „Die 3D-Druck-Modelle bieten uns völlig neue Möglichkeiten: Erstmals können sich unsere Mitarbeiter an einem realen Objekt, das alle Strukturen veranschaulicht, orientieren“, erklärt Jörg Dietrich, Leiter der Tragwerksplanung bei HOCHTIEF Consult Building in Essen. „Das erleichtert das Verständnis für Bauleiter, Poliere und alle anderen am Bau Beteiligten ungemein. Denn allein zweidimensionale Pläne reichen bei so einem hochkomplexen Bauteil wie dem Konzertsaal der Elbphilharmonie in der Praxis nicht aus.“ Die Architektur der Elbphilharmonie stellt besondere Anforderungen an die Bauleitung. Da insbesondere die Konstruktion des Konzertsaales aus vielen Teilflächen und Zugängen besteht und Flächen teilweise schief im Raum liegen, geraten zweidimensionale Baupläne dabei in der Praxis schnell an die Grenzen ihrer Verständlichkeit.
„Mit dem 3D-Druck können wir Visualisierungen am Computer mit realen Modellen sinnvoll begleiten“, ergänzt Jörg Dietrich von Hochtief. „Das echte Modell zum Anfassen macht das Bauwerk ,begreifbar’ und fördert das Verständnis“, so Dietrich. Hinzu kommt: Es lässt sich auf der Baustelle einfacher einsetzen als ein Modell im Computer. Durch den Druck in Vollfarbe konnten bei Hochtief zusätzlich Änderungen der Flächenneigung farblich markiert werden – das erleichtert die Orientierung. „Unsere Mitarbeiter sind begeistert“, bilanziert Dietrich.
Bei diesem Pulverdruckverfahren wird ein Gipspulver in ein 20 mal 30 Zentimeter großes „Gesenk“ befördert und dort mit einer Walze verteilt. Dann „druckt“ ein Tintenstrahler die Grundlinien des Körpers auf die dünne Pulverschicht. Die Trägerplatte senkt sich Stück für Stück, während die nächsten Schichten nach und nach aufgetragen werden. Dieser Prozess wiederholt sich, bis das geometrische Druckstück fertiggestellt ist. Auf Wunsch ist ein Druck auch in Vollfarbe möglich.
Neben dem Pulverdruckverfahren bietet Rapidobject.com zwei unterschiedliche Kunststoffdruck-technologien an: Beim „Fused Deposition Modeling“ (FDM) werden die Werkstücke schichtweise aus schmelzfähigem Kunststoff aufgebaut. Das Ergebnis ist besonders präzise, und selbst große, eher flache Teile verziehen sich nicht. Das „Lasersintern“ hingegen, hier verschmilzt ein Laserstrahl die Konturen der Werkstücke, eignet sich für Drucke mit besonders kleinen Details oder drehbaren Gelenken.
Grundlage jedes 3D-Drucks ist stets ein digitaler 3D-Datensatz. Dieser muss zunächst auf seine Druckfähigkeit hin geprüft werden. Bei rapidobject.com stehen dafür besonders geschulte Mitarbeiter bereit. Sollte die Datei nicht druckreif sein, kann der Kunde sie selbst überarbeiten oder die Experten bei rapidobject.com mit der Anpassung des Datensatzes beauftragen. Auch Kunden, die keinen Zugang zu 3D-Software-Programmen haben, erhalten die Möglichkeit, den 3D-Druck zu nutzen. Wer lediglich eine Konstruktionszeichnung oder nur eine einfache Skizze zur Verfügung hat, der kann das Erstellen des Datensatzes gleich rapidobject.com überlassen. Damit das Ergebnis am Ende den Ideen des Kunden gleichkommt, geschieht dies in enger Zusammenarbeit und Abstimmung. Erst, wenn das „Modelling“ den Vorgaben genau entspricht, gehen die Daten in Druck.
www.rapidobject.com
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